Glaubenssätze und Gefühle

Jeder von uns besitzt bestimmte innere Überzeugungen über seine eigene Persönlichkeit (positive und
auch negative). Das Problem dabei ist allerdings, dass negative Überzeugungen negative Gefühle in uns auslösen und wir uns dem oft gar nicht bewusst sind.

 

Wie aber spürt man diese Glaubenssätze auf?

Dazu gibt es eine kleine schriftliche Übung. Nimm dir ein Blatt Papier und einen Stift und ergänze ganz spontan folgende Sätze :

 

- Ich sollte immer...
- Ich muss immer...
- Ich bin nur liebenswert, wenn...

Schreibe alles auf, was dir einfällt (= mehrere Antworten).
 

Anschließend suchst du dir den (für dich) schlimmsten Satz heraus und stellst ihn in das Gegenteil um. Lass' ihn positiv klingen, ohne die Wörter „nicht“ und „kein“ etc.

Du kannst dir den Satz auch irgendwo hin schreiben oder hin kleben und lies ihn dann jeden Tag mehrmals durch und versuche ihn zu verinnerlichen.

Am Anfang fühlt es sich ganz komisch an, aber das Gefühl braucht nun mal viel länger, sich umzustellen. Wenn du dann irgendwann von deinem neuen Glaubenssatz wirklich überzeugt bist und dich gut fühlst, kannst du dasselbe mit einem weiteren machen.

 

 

Mein persönliches Beispiel:

Ich war mein ganzes Leben lang davon überzeugt, nichts wert zu sein. Dadurch habe ich mich selbst schlecht behandelt und mich auch von anderen schlecht behandeln lassen.
Irgendwann habe ich mir dann einen Zettel genommen und darauf geschrieben „Ich bin wertvoll“.
Ich sagte mir diesen Satz ganz oft am Tag und versuchte mir im Spiegel dabei auch in die Augen zu sehen und es einmal laut zu sagen. Das war richtig schwer am Anfang, aber dazu muss man bedenken, dass ich jahrelang glaubte, nichts wert zu sein, da ist es schon recht schwierig sich „schnell“ umzustellen. Mein Gefühl und mein neuer Glaubenssatz passten überhaupt nicht zueinander.

 


Kopf: Ich bin wertvoll.
Gefühl: hahahahahaha guck dich mal an, du wertloses Stück.

.

.

.. ein paar Wochen später..

 

Kopf: Du bist wertvoll.
Gefühl: Irgendwie bist du schon außergewöhnlich...

.

.

.. wieder ein paar Wochen später..

 

Kopf: Du bist wertvoll.
Gefühl: Ja, du bist wirklich wertvoll!


Wie man sieht, hat sich mein Gefühl irgendwann an meinen Gedanken angepasst. Es dauert, aber es funktioniert und es ist wunderbar. Merke dir auch, dass du so fühlst, wie du denkst. Wenn du negativ denkst, fühlst du dich schlecht und positive Gedanken machen dich glücklich.

Probiert es mal aus und gebt euch Zeit!

 

 

 

 

Herzlichst,

Jule

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